ACC-Spotlight: Die Zukunft der Arbeit – Überall, jederzeit?

Accente Communication / Kommunikation Wiesbaden

An fünf Tagen in der Woche jeden Morgen für mindestens acht Stunden ins Büro zu gehen gehört für viele Arbeitnehmer bereits der Vergangenheit an. 4-Tage-Woche, Jobsharing, Homeoffice, Co-Working-Spaces oder digitales Nomadentum sind nur einige der vielen Innovationen, die die Arbeitswelt derzeit revolutionieren.

 

Kürzer, aber effizienter Arbeiten

 

Das Start-up-Unternehmen „Bike Citizens“ (Graz und Berlin) zum Beispiel wurde für sein Arbeitsmodell der 4-Tage-Woche mit dem 3. Platz beim „New Work Award 2016“, einer Initiative von XING in Kooperation mit dem FOCUS und dem Human Resources Manager, ausgezeichnet. Die Resultate des innovativen 4-Tage-Modells? Weniger Krankheitstage, eine hohe Produktivität sowie eine ausgeglichene und fröhliche Stimmung im Büro. Ein weiterer Baustein des Modells: Stillarbeit am Vormittag. Was klingt wie eine erzieherische Maßnahme der „Super Nanny“ ist tatsächlich eine ziemlich effektive Sache. Auf diese Weise wird der konzentrierte Arbeitsrhythmus nicht durch ständige Telefonate, Besprechungen oder Flur-Meetings unterbrochen – für diese ist am Nachmittag ausreichend Raum vorhanden.

 

Adios, 40-Stunden-Woche

 

Unternehmerin Jana Tepe plädiert dafür, nicht mehr in Stellen zu denken, sondern ganz einfach in Mitarbeitern – „die flexibel zwischen Vollzeit und Teilzeit floaten und eben so arbeiten, wie es erforderlich ist.“ Dazu hat ihr Unternehmen „Tandemploy“ Vollzeitstellen ganz einfach komplett abgeschafft, statt in Stellen wird in Bereichen und Budgets gerechnet. Hintergrund? Die meisten ihrer Mitarbeiter wünschen sich Wochenarbeitszeiten zwischen 25 und 32 Stunden. Dieses Modell funktioniert aber nur, weil sich alle einem gewissen Maß an Planbarkeit und Verbindlichkeit verschreiben und so jeweils die richtigen Kapazitäten für anfallende Aufgaben vorhanden sind. Flexibilität heißt eben nicht: jeder macht was er oder sie will.

 

Im Schlafanzug zur Arbeit

 

Nicht nur in Bezug auf Arbeitszeiten, sondern auch bei den Arbeitsorten ist vieles im Umbruch. Die Arbeit im Homeoffice – beileibe keine neue Erfindung mehr – findet nach wie vor stetig wachsende Verbreitung. Eine aktuelle Studie des ifo-Instituts und des Personaldienstleisters Randstad zeigt, dass inzwischen 39 Prozent der deutschen Unternehmen ihre Mitarbeiter auch mal zuhause arbeiten lassen. Große Unternehmen ermöglichen das tendenziell häufiger als kleine. Homeoffice bedeutet natürlich nicht, dass die Mitarbeiter sich kaum noch im Büro sehen lassen müssen – regelmäßige Präsenzphasen sind für die allermeisten Betriebe nach wie vor ein Muss. Ein großer Schritt hin zu mehr Flexibilität ist es jedoch allemal.

 

Conference Call aus der Hängematte

 

Noch weiter geht die Entgrenzung von Arbeitsräumen und -zeiten bei den selbsternannten „digitalen Nomaden“. Ob Bali, Barcelona oder Buenos Aires – digitale Nomaden arbeiten weitgehend ortsunabhängig. Weil sie außer ihrem Computer und einer stabilen WLAN-Verbindung für ihre Arbeit wenig brauchen, können sie sich dafür die Traumdestinationen dieser Welt aussuchen. Eine immer größere Zahl an Co-Working- und Co-Living-Spaces bietet dafür die notwendige Infrastruktur. Diese Modelle eignen sich nur für einen relativ kleinen Personenkreis der digitalisierten Arbeitswelt – vor allem Freelancer oder angestellte Remote Worker. Und ohne gehörige Portionen an Eigeninitiative und Disziplin geht es natürlich auch für die digitalen Nomaden nicht. Aber trotzdem: von der Hängematte auf Bali aus seine Arbeit zu verrichten – das klingt schon ziemlich verlockend.

 

Um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen: Selbstverständlich ist eine solch flexibler Umgang mit Arbeitszeiten und -räumen in vielen Branchen und Berufszweigen nicht oder nur sehr eingeschränkt möglich. Die genannten Beispiele verdeutlichen jedoch eindrucksvoll, dass es sich lohnt, über kreative Modelle und die Frage „wie, wo und wann wollen wir arbeiten?“ zumindest einmal ins Gespräch zu kommen. Immer mit dem Ziel vor Augen, dass jeder möglichst so arbeiten kann, wie es seinen Bedürfnissen entspricht und seine Fähigkeiten am besten zur Entfaltung kommen.

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